Eisenweg Ramersbach – 2026

Eisenweg Ramersbach – 2026

Nunmehr zum vierten Mal ging es für eine Rundwanderung auf den Eisenweg zwischen Bad Neuenahr und Ramersbach.

Der „Eisenweg“ ist einer der drei „historischen Straßen“, der auf knapp zehn Kilometern Wanderstrecke ein Teil des Lebens der Römer wiederspiegelt – hier unter anderem mit Bezug zur Eisenverhüttung.

Die einzelnen Stationen und weitere Informationen finden sich – sehr gut beschrieben – auf der Webseite KuLaDig (Kultur.Landschaft.Digital)

So ganz ohne Hilfsmittel (Karte / Track) sollte man den Weg nicht gehen.

Wir starten dieses Mal am Forsthaus bei Ramersbach und gehen die Strecke im Gegenuhrzeigersinn.

So geht es zunächst auf den Ort Ramersbach zu, den wir im weiteren Verlauf erreichen.

Für den gesamten Tag war Regen gemeldet.
Wir hatten Glück.
Erst im letzten Fünftel der Strecke wurden wir mit einem kurzen Wechsel aus kleinen Hagelkörnern, Schnee, aber auch Sonne begleitet.

Wir haben den Ort Ramersbach gequert und gehen nunmehr langsam wieder in Richtung Bad Neuenahr hinab.

Das Wetter ließ eher vermuten, dass wir im späten Herbst unterwegs wären.

Erfreulich: auf den fast durchgängig breiten Wald- / Forstwegen hatten wir nicht mit Matsch zu kämpfen.

Wir überqueren den Bachemer Bach und werden wieder in die Höhe bis zur Fahrtstraße zwischen Ahrweiler und Ramersbach geleitet.

An übersichtlicherer Stelle überqueren wir die Fahrtstraße und es geht weiter in die Höhe.

Linkerhand das Gräberfeld „An den Maaren“.
Bald führt uns der Weg rechts und wir erreichen die ehemalige Eisenverhüttungsanlage „An den Maaren“.

Der Blick fällt hier auf die Überreste einer fast 2000 Jahre alten römischen Eisenverhüttungsanlage.
Bei der Fundstelle handelt es sich um eine der am besten erhaltenen römischen Eisenschmelzen nördlich der Alpen. Ausgegraben sind hier mehrere Rennfeueröfen, in denen das Eisenerz verhüttet wurde.
Ebenso lassen sich zwei römerzeitliche Werkstattgebäude finden.
Das gewonnene Eisenerz goss man in Barren und verkaufte es an Schmieden weiter.
Seit wenigen Jahren ist auch ein Teil einer ehemaligen römischen Villa ausgegraben worden, die auf einen wohlhabenden Besitzer schließen lässt.
Zum weiteren Fundumfang gehören auch 16 Verhüttungsöfen, eine Zisterne, ein Teil einer Wasserleitung und eine Umfassungsmauer.
Die Hinweistafeln weisen auch auf mehrere Tümpel, die zahlreichen Fröschen und Molchen sowie seltenen Insekten und Pflanzen eine Heimat bieten, hin.
Quelle: KuLaDig

Als fünfte Station ist die Schutzhütte „Alte Mauer“ verwendet worden. Auf dem Weg dorthin passiert man mehrere Findlinge und Spuren römerzeitlichem Tagebaus. Die Alte Mauer war eine ehemalige keltische Fliehburg, die aus der Zeit zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert v. Chr. stammt. Sie diente den Bewohner der Umgebung als Schutz- und Zufluchtsort bei feindlichen Angriffen. Der Zustand der Anlage ist allerdings sehr schlecht, da sie im Laufe der Jahre der Steingewinnung für den Straßenbau diente.
Quelle: KuLaDig

Nicht mehr weit und wir sind wieder am Forsthaus Ramersbach angelangt.

Bilder von früheren Wanderungen:

Juli 2013 – mit dem Dobermann Balou

Dezember 2015 – mit den Dobermännern Balou und Draga

August 2016 – mit den Dobermännern Balou und Draga

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