Zwischen Rheinbrohler Ley und Burgruine Hammerstein – reloaded

Zwischen Rheinbrohler Ley und Burgruine Hammerstein – reloaded

An diesem Tag ging es auf eine Wiederholungswanderung, welche seinerzeit gemeinsam mit dem Dobermann Balou vollbracht wurde.

Aufgrund entsprechender Hinweise, dass der Parkplatz oben an der Rheinbrohler Ley gesperrt sei, wurde der Ausgangspunkt auf den Ort Hammerstein an der dortigen Kapelle (auch Wanderparkplatz) gelegt.
Wie sich später rausstellte: genau richtig.
Zum einen haben wir dann den ersten längeren Anstieg direkt zu Beginn, zum anderen war der Parkplatz weiterhin und dauerhaft gesperrt.

So geht es zunächst über die Dorfstraße und mit Wegekennzeichnung des Rheinsteigs in den Wald hinein.

Es geht zunächst leicht in die Höhe, später mit mehreren Kehren stetig in die Höhe.

Sah irgendwie wie eine Krake aus, der rechte Baum

Schon eine kleine Wohltat, nachdem es nach geraumer Zeit ein klein wenig abwärts geht.

Tut gut, hält nur nicht lange – egal, macht einfach nur Spaß.

Zwischendurch einen Blick auf den Rhein in Richtung Andernach – rechts ist der Weiler „Villa Alkburg“ zu erahnen.

Der Blick nach rechts offenbart schon unseren ersten Wegpunkt der Wanderung: die Rheinbrohler Ley.

Der Rheinsteig wäre nicht der Rheinsteig, wenn es jetzt direkt auf die Ley zugehen würde.
Auf schmalerem Pfad geht es erst wieder ein kleines Stück hinab und wieder hinauf.

Aber bald sind wir auf der Rheinbrohler Ley angekommen.

Ein Blick nach links hinab auf den Rhein

Die Rheinbrohler Ley, auch Rheinbrohler Lay ist als Ley ein Basaltfels am Rhein bei Rheinbrohl in Rheinland-Pfalz.
Die Rheinbrohler Ley gehört als 198,5 m ü. NHN hohe Erhebung zu den bekannten Vulkanruinen im Mittelrheintal. Sie liegt im Landkreis Neuwied am der rechtsrheinischen Rheinseite zwischen Rheinbrohl und Hammerstein und ist als und Teil des Rheinsteigs von beiden Orten aus erreichbar.
Quelle: Wikipedia

Blick nach rechts auf den Rhein und Rheinbrohl selbst

Ebenfalls an der Ley befindet sich das Ehrenmal des Infanterie-Regiments Nr. 29.

Das Ehrenmal wurde als Ersatzruhestätte für die 3540 Gefallenen des Infanterie-Regiments Nr. 29 im Ersten Weltkrieg errichtet.
Die Einweihungsfeierlichkeiten fanden am 6./7. Juli 1933 anlässlich eines Veteranentreffens statt.
Im März 1945 wurde das Ehrenmal während der schweren Artillerie-Angriffe auf Rheinbrohl stark beschädigt.
Anfang der 1950er-Jahre begannen ehemalige Regimentsangehörige aus dem Raum Bonn–Düsseldorf sowie die Gemeinde Rheinbrohl unter Mitwirkung ehemaliger 29er aus dem hiesigen Raum und des Junggesellenvereins Rheinbrohl mit der Sicherung des Gebäudes.
Zentrale Veranstaltung im Jahresablauf ist die überregionale Mahn- und Gedenkstunde für alle Opfer von Krieg, Terror und Gewalt am Volkstrauertag.
Als besonderer Friedensgruß von der Rheinbrohler Ley wird seit 1958 alljährlich zum ersten Advent ein beleuchteter Weihnachtsbaum aufgestellt. Dieser ist, wie das Ehrenmal, weithin über den Rhein sichtbar.
Quelle: Wikipedia

Gegenüber auf der anderen Rheinseite – hier leicht herangezommt – ist Schloss Brohleck – auch Burg Brohleck oder Augustaburg genannt – aus dem Jahr 1891 zu erkennen-

Während der Rheinsteig nunmehr links entlang weiterführt, halten wir uns rechts und gelangen somit auf den Rheinhöhenweg (rechtsrheinig: weiße Schrift auf schwarzem Grund / linksrheinig schwarze Schrift auf weißem Grund).

Zwar sind noch die Schilder mit Hinweis auf den Wanderparkplatz zu erkennen, kurz unterhalb ist jedoch die Zufahrt mittels Kette offiziell verschlossen.

So gehen wir nunmehr wieder in die Höhe – der höchste Punkt der Wanderung ist noch längs nicht erreicht.

Kurzer Blick zurück in Richtung Rheinbrohler Ley

Da sich oberhalb noch Höfe befinden, ist dieser Teil der Strecke asphaltiert.

Wunderschön hier oben.

Am Ende des letzten Hofes sind wir dann wieder auf Waldwegen unterwegs.
Auch hier geht es immer noch in die Höhe.
Zwar „zieht“ sich der Wald etwas, allerdings gibt die Sonne an diesem Tag schon viel Wärme ab.
Daher ist es auf diesem Teil der Strecke etwas kühler.

Wir erreichen das Plateau am Forsthof.
Scheinbar ist dieser nicht mehr bewohnt?
Mit schöner Weitsicht geht es nun in Richtung Burgruine Hammerstein entlang.

Der ursprünglich vorgeschlagene Weg ist zugewachsen.
Das ist allerdings egal – wir bleiben auf dem Rheinhöhenweg und es geht deutlich hinab.
Es ist nicht mehr ganz so diesig.
Wir treffen auf den Rheinsteig und machen einen kleinen Abstecher nach links.
Geht es doch hier wenig später rechts auf einem schmaleren Pfad hinauf zur Burgruine Hammerstein.

Die Anlage wurde im 10. Jahrhundert von den Konradinern im damaligen Engersgau erbaut und ist somit die wohl älteste Burg des Mittelrheintals. Sie wurde im Jahr 1002 als Reichsburg genannt.
Die Burg wurde im Herbst 1020 erfolgreich durch Kaiser Heinrich II. belagert.
Am 26. Dezember gaben die Verteidiger ausgehungert die Burg auf.
Die Burg Hammerstein verfiel danach.
Der spätere Kaiser Heinrich IV. ließ die Burg im Jahr 1071 wiederherstellen. 1

105 ließ er von hier die Reichsinsignien holen, die auf der Burg aufbewahrt wurden, als er in Ingelheim von seinem Sohn Heinrich V. abgesetzt wurde, der 1125 ebenfalls die Reichsinsignien dort verwahrte.
1632–1646 besetzten die Spanier im Dreißigjährigen Krieg die Burg.

1646–1654 verwendeten Truppen Karls IV., Herzog von Lothringen, sie als Stützpunkt für Raubzüge.
Sie wurde noch lange nach Kriegsende von ihren Besatzern gehalten.
Erst nach immensem Aufwand konnte sie von Streitkräften aus Kurtrier und Wied eingenommen werden. 1654 wurde die Burg beim Abzug der kurtrierischen Truppen von diesen geschleift.
Quelle: Wikipedia

Es geht den kurzen Abstecher wieder zurück und nunmehr auf dem Teilstück des Rheinsteigs zurück zu unserem Ausgangspunkt der Wanderung.

Hinab nach Hammerstein

Bilder von der ersten Wanderung 2013 mit dem Dobermann Balou:

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Videozusammenschnitt der Tour (YouTube, 4K)

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Track, Karte etc.:

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